25.01.2019

Jahresbericht der Stadtbücherei liegt vor

Stadtbücherei

Biberach liest nicht immer, aber immer mehr!

In der Stadtbücherei liegt nun der „Jahresbericht 2019“ vor. Darin bietet das Büchereiteam in einem bunten Kaleidoskop eine Übersicht über das Jahr 2018 in Zahlen, Daten und Fakten an und wagt einen Ausblick nach 2019. Der Jahresbericht liegt in gedruckter Form im Medienzentrum auf dem Viehmarktplatz aus und kann auch online abgerufen werden.

Während das Medienangebot im Gesamtsystem der Stadtbücherei quantitativ um 0,6 % auf knapp 118.000 zunahm, konnte die Zahl der Mediennutzungen um 4,4 % auf einen neuen Rekord von über 662.000 gesteigert werden! Auch die Zahl der Leser stieg auf mehr als 9.100 an. 450.000 Kundenkontakte bedeuten jeden Tag Dienstleistungen für 1.233 Kunden! Diese und viele andere Fakten präsentiert der bunte „Jahresbericht 2019“ der Stadtbücherei für das vergangene Jahr.

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Cover_Jahresbericht_2019

Die zunehmende Digitalisierung der Gesellschaft wirkt sich auch auf die Mediennutzung der Bibliothekskunden aus. Aber dass die digitalen Informationsangebote (Fakten, Zeitschriften, Nachschlagewerke) immer stärker genutzt werden (+ 41,8 %), hat nicht zwangsläufig zur Folge, dass die Ausleihe der physischen Medien abnimmt. Im Gegenteil werden als Ergebnis der intensiven Fördermaßnahmen für mehr Lesekompetenz insbesondere die Printmedien der Kinder- und Jugendliteratur verstärkt nachgefragt (+ 9,9 %).  

Die Beschaffung von Fakten und Informationen verlagert sich hingegen weg von Printmedien hin zu digitalen Datenbankangeboten. Und auch die Ausleihe von Musik-CDs und Film-DVDs ist rückläufig (- 1,1 %) und wird zunehmend durch die Nutzung von Streamingangeboten ersetzt. Dafür bietet die Stadtbücherei mit „https://biberach.freegalmusic.com“ und seit Dezember mit „filmfriend.de“ ihren Kunden ein riesiges Angebot.

Der leichte Nutzungsrückgang bei digitalen Büchern auf 22.500 Ausleihen ist eher auf ein rechtliches Problem zurückzuführen: Da die rechtliche Gleichstellung von E-Books zu Printbooks noch nicht umgesetzt ist, müssen die Verlage ihre Neuerscheinungen den Bibliotheken nicht zur Ausleihe bereitstellen. Das führt dazu, dass einige große Verlagsgruppen ihre E-Book-Lizenzen den Bibliotheken immer später und mit immer schlechteren Konditionen anbieten und das MIZ deshalb weniger als die Hälfte der Belletristik-Bestseller auch digital anbieten kann.