25.05.2019

11 Gründe, warum Lesen klug macht - Sonderdruck kostenfrei erhältlich

Stadtbücherei

Lesen macht klug! Das ist mittlerweile kein Geheimnis mehr – aber warum ist das eigentlich so? Und lässt sich das auch wissenschaftlich belegen?
In ihrem Artikel „11 Gründe, warum Lesen klug macht“ beschäftigt sich Bettina Gartner genau mit diesen Fragen. Sie führt aus, warum Leseförderung früh beginnen sollte – und warum man auch in jedem Alter noch vom Lesen profitiert.

Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Stadtbücherei ist der Artikel, ursprünglich in der „Bild der Wissenschaft“ erschienen, dort als kostenfreier Sonderdruck erhältlich.

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Cover_Broschüre

„Wer diese Zeilen liest, dessen Gehirn läuft auf Hochtouren. In gerade einmal 300 Millisekunden hat es ein Wort entziffert und verstanden und dafür jede Menge Bedeutungen, abstrakte Konzepte, visuelle Eindrücke und Hörerlebnisse miteinander verglichen.“ So beginnt Bettina Gartners Plädoyer fürs Lesen. Der Grundstein fürs Lesen wird früh gelegt – schon das Vorlesen bei Kleinkindern wird als positive Erfahrung im Speicher der Erinnerungen verbucht. Diese positiven Erfahrungen, die gemeinsame Zeit zwischen Eltern und Kind beim Vorlesen, trimmen das Gehirn auf Lernen. Serotonin wird ausgeschüttet – das macht nicht nur glücklich, sondern sorgt auch für eine gute Entwicklung des Gehirns und die Vernetzung von Nervenzellen.  Gute Voraussetzungen also für den folgenden Schulstart. Auch hier ist im Vorteil, wer gut lesen kann. „Lesen hört schließlich nicht im Deutschunterricht auf“, sagt Leseforscherin Simone C. Ehmig, Leiterin des Instituts für Lese- und Medienforschung der Stiftung Lesen. „Auch im Geografieunterricht wird gelesen. Und wer die Textaufgaben in Mathe nicht versteht oder beim Lesen langsam ist, ist auch dort im Nachteil.“ Regelmäßiges Vorlesen wirkt sich also auch auf die Schulnoten aus.

Aber nicht nur auf die schulische Entwicklung hat das Lesen einen Einfluss. Lesen fördert auch die Empathie und lässt Menschen sozialer werden. Besonders literarische Texte, in denen Situationen realistisch und Menschen vielschichtig präsentiert werden, lassen Raum für Interpretation und Identifizierung. Kinder, denen von klein auf vorgelesen wird, sind sensibel und zeigen sich anderen Menschen gegenüber interessiert und mitfühlend, wie eine Studie der Stiftung Lesen zeigt. Durch das Lesen erlebe das Kind modellhaftes Handeln, erklärt Leseforscherin Ehmig. „Es sieht, wie Menschen agieren können, welche Probleme sie haben und wie sie damit umgehen. Dadurch wächst ein Repertoire an Verhaltensmodellen heran, die es im eigenen Leben einsetzen kann.“

Viele gute Gründe also, mal wieder in der Stadtbücherei vorbeizuschauen und sich mit neuem Lesestoff einzudecken! Auch für Kinder und Jugendliche gibt es einen umfassenden Bestand, von Pappbilderbüchern bis hin zu spannenden Fantasy-Romanen für Jugendliche – das lädt zum Vorlesen und Schmökern ein. Übrigens, für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre sind die Büchereiausweise kostenfrei! Und für alle anderen: Im Jubiläumsmonat Mai gibt es für Neukunden kostenfreie Jahresausweise. Teilnehmen können alle, die die Stadtbücherei seit über drei Jahren nicht mehr genutzt haben. Der Jubiläumsausweis kann nur in Kombination mit einer Einzugsermächtigung ausgestellt werden. Für die Anmeldung wird außerdem der Personalausweis benötigt.